lebensrettende Regenschirme

Die Regenpresse: Werbegeschenke als Lebensretter

Regenschirm rettet Leben – diesmal in Serbien

Dass Regenschirme zur stets nützlichen Sorte der Kategorie „Werbegeschenke“ zu zählen sind, dürfte seit jeher außer Frage stehen: So gewinnen etwa die bisweilen zunächst eher achtlos im Kofferraum „entsorgten“ Stockschirme erfahrungsgemäß schon beim nächsten kleinen Weltuntergang ungemein an Reiz.

Wie vor wenigen Tagen unter anderem der Stern berichtete, hat das besagte Präsent darüber hinaus aber auch noch so manches spektakulärere Talent in petto. Ein verwackeltes Beweisvideo belegt, dass ein Schirm bestenfalls sogar zum Lebensretter taugen kann.

Dabei handelt es sich in diesem Fall erfreulicherweise nicht um einen weiteren Aufguss jener längst abgegriffenen Geschichte, in der ein unschuldig in ein Scharmützel geratener Regenschirm zur Selbstverteidigung herangezogen wird – stattdessen wurden hier einer Schirmträgerin ein paar dringend benötigte Flügel verpasst.

In der serbischen Stadt Leskovac war eine ältere Dame nämlich nicht nur mit dem sprichwörtlichen Mistwetter geschlagen; überdies machte ein Fehltritt an einer Bordsteinkante den gebrauchten Tag des Mütterchens komplett.

Da sich der eigentlich harmlose Stolperer unmittelbar neben einer ungesicherten Baugrube ereignete, vermochte lediglich der aufgespannte Regenschirm den tiefen Sturz zu bremsen – dank des improvisierten Fallschirms kamen sowohl der Schirm als auch die Frau gerade noch einmal mit dem Schrecken davon.

Dass das vom Stern veröffentliche Video gewisse Assoziationen an einen Klassiker der Filmgeschichte weckt, lässt jedoch zumindest Verschwörungstheoretiker vermutlich kaum an einen bloßen Unfall glauben: Schließlich wird das Missgeschick der Serbin medial von Neuigkeiten zur Fortsetzung von Mary Poppins flankiert.

Hatten auch wir bereits vor einigen Monaten berichtet, dass eine Neuverfilmung des Kultfilms aus dem Jahre 1964 in Planung ist, tat mittlerweile die deutsche Ausgabe der Huffington Post den offiziellen Starttermin des cineastischen Leckerbissens kund.

Noch ist allerdings eine ganze Menge Geduld gefragt, bevor Regisseur Rob Marshall die Story des vielleicht berühmtesten Kindermädchens der Welt weitererzählt; in den Vereinigten Staaten läuft „Mary Poppins Returns“ frühestens im Dezember des kommenden Jahres an.

Wird in den USA damit zielgerichtet das Weihnachtsgeschäft abgegriffen, dürfte der Streifen hierzulande somit erst im Frühjahr 2018 über die Leinwand flimmern – in weiser Voraussicht werden aber sicherlich trotzdem schon etliche gebrandete Stock- und Taschenschirme unter den deutschen Christbäumen zu finden sein.