…gewappnet: Der Regenschirm Ihrer Majestät der Queen

„Vogelkäfig-Regenschirm“  aus dem Mutterland des Regens

Der von der Queen in der letzten Juni-Woche absolvierte Staatsbesuch hat die deutsche Presselandschaft nicht nur während der knapp viertägigen Stippvisite in Atem gehalten. Bereits im Vorfeld zeigten sich etliche vorfreudige Berichterstatter darum bemüht, dem britischen Staatsoberhaupt den Aufenthalt in Deutschland so angenehm wie möglich zu machen. Nach einem offensichtlich bangen Blick zum Himmel wurde Elizabeth II. folglich selbst von seriösen Blättern daran erinnert, unbedingt einen Regenschirm einzupacken: eine Aufforderung, die jedoch schon allein deshalb als verzichtbar erscheint, weil die Queen bekanntlich seit über sechs Jahrzehnten im „Mutterland des Regens“ das Zepter schwingt.

Noch vielmehr stellen sich derartige Hinweise allerdings als überflüssig heraus, da der Monarchin daheim eine persönliche Hofschneiderei zur Verfügung steht, die nicht nur für die Entwürfe und das Schneidern der Garderobe verantwortlich ist, sondern darüber hinaus auch vor sämtlichen Reisen das Packen der königlichen Koffer übernimmt. Die palasteigene Kleiderkammer stellt sicher, dass jedes Outfit der Queen wie aus einem Guss erscheint – und neben farblich perfekt aufeinander abgestimmten Kostümen, Schuhen, Handtaschen, Hüten und Taschentüchern rundet natürlich stets auch ein jeweils passender Regenschirm die Ausgehuniform der englischen Königin ab.

Beim Griff nach dem Regenschirm ist die Queen konservativ

Während die Hofschneiderei jedoch sogar eigens eine Hutmacherin beschäftigt, um den Kopfbedeckungen der Queen die bekannte Mischung aus Exklusivität und Eleganz zu verleihen, wird von Elizabeth II. bei der Wahl des Regenschirms auf modische Experimente verzichtet. Seit jeher greift die mittlerweile 89-Jährige auf ihr Lieblingsmodell aus dem Hause „Fulton“ zurück, welches einst schon ihre Mutter mit der passenden Ausstattung für Schlechtwettertage beliefert hatte. Bei dem von der Königin favorisierten kuppelförmigen Modell stellt das transparent gestaltete Dach aus PVC sicher, dass das Staatsoberhaupt auch bei Regenwetter jederzeit mit seinen Untertanen in Sichtkontakt treten kann: Als besondere Highlights hebt der Hersteller zudem den stabilen Fiberglasrahmen sowie die patentierte Öffnungs- und Schließvorrichtung hervor. Mit einem Gewicht von 530 g ist der Stockschirm kein Leichtgewicht: Der transparente Bezugstoff ist wesentlich schwerer als moderne Nylon-Ribstop-Materialien, die sonst in hochwertigen Schirmen zum Einsatz kommen.

 

Website Fulton Umbrellas

Fulton liefert die Regenschirme der Queen

Für Elizabeth dürfte es allerdings von ungleich größerer Bedeutung sein, dass die Kuppel des Schirms selbst bei typisch britischem Wetter den gesamten Oberkörper vor Nässe schützt. In optischer Hinsicht wird derweil durch einen farblich abgesetzten Saum und Griff für die Stimmigkeit des jeweiligen Outfits gesorgt. Entschließt sich die Queen also beispielsweise dazu, ihr Tagewerk in einem lindgrünen Kostüm zu verrichten, dann hat einer ihrer Begleiter unter Garantie auch den zugehörigen lindgrünen „Vogelkäfig“ dabei bereit – unter dem durchaus passenden Namen „Birdcage“ werden die entsprechenden Modelle nämlich vom Hersteller mit berechtigtem Stolz weltweit vertrieben.

Union-Jack-Regenschirme grüßen die englische Königin

Da sich die düsteren Wetter-Prognosen beim Deutschland-Besuch der Queen allerdings nicht bestätigten, blieb es Elizabeth II. letztlich aber erspart, bei ihren zahlreichen Terminen unfreiwillige Werbung für „Fulton“ zu machen. Dass die englische Königin im Fall der Fälle jedoch natürlich bestens vorbereitet gewesen wäre, ließen die offiziellen Einladungen zur Gartenparty in der britischen Botschaft erkennen. In dieser wurde die herbeizitierten Gäste ausdrücklich dazu auffordert, einen Regenschirm mitzubringen: Schließlich sollten sich auch die Besucher nicht von einem plötzlichen Schauer das ausgiebige Lustwandeln durch den Garten verderben lassen.

Während so mancher Party-Gast jedoch erst an die Mitnahme eines Schirms erinnert werden musste, wussten die allem Anschein nach auch in Deutschland reichlich vorhandenen Monarchie-Fans von ganz allein, welche modische Accessoires sich bei einem Staatsbesuch der Queen geziemen. Als die englische Königin am Mittwochmorgen gemeinsam mit ihrem Mann Prinz Philipp eine Schiffstour auf der Spree unternahm, hatten etliche der zu sich zu Tausenden am Ufer versammelnden Schaulustigen wie selbstverständlich auch einen Regenschirm in den passenden britischen Landesfarben dabei.