Regenschirme für den Flüchtlingsschutz

Umbrella March für Flüchtlinge

Schon seit der Jahrtausendwende wird auf Anregung der Vereinten Nationen alljährlich am 20. Juni der Weltflüchtlingstag begangen: Der vermehrte Zustrom flüchtender Menschen nach Europa hat zur Folge, dass dieses Datum auch in unseren Breitengraden zunehmend an Bedeutung gewinnt. Rund um das dritte Juni-Wochenende haben zahlreiche gemeinnützige Organisationen die prekäre Situation der Asylsuchenden bei kulturellen Veranstaltungen, Diskussionsrunden und multikulturellen Festen in den Blickpunkt gerückt – und beim „Umbrella March“ wurde den Hilfesuchenden in etlichen Städten symbolisch ein Regenschirm aufgespannt. Weiterlesen

Vom Sonnenschutz zum populären Werbegeschenk

Wie George Washington Regenschirme zum Werbeartikel machte

Obwohl sich angeblich schon vor rund 4000 Jahren wohlhabende Chinesen mit einem Schirm vor der Sonne schützten, ist der Regenschirm in unseren Breitengraden erst seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert als treuer Begleiter im Straßenbild präsent. Ungefähr zu dieser Zeit wurden in den Vereinigten Staaten auch erstmals Werbegeschenke zur Kundenbindung eingesetzt: Trotz dieser Parallelität der Ereignisse sollte es aber noch eine ganze Weile dauern, bis Schirm und Werbung endlich erfolgreich zusammenfanden.

Dass der Schirm in seinen Anfangsjahren als eher ungeeigneter Werbeartikel erschien, war nicht zuletzt auf seinen etwas zweifelhaften Ruf zurückzuführen. Weil sich seit dem 16. Jahrhundert zunächst ausschließlich adelige Damen in Italien und Frankreich für diese praktische Form des Sonnenschutzes erwärmten, sahen sich die damals rund 5 Kilo schweren „Ungetüme“ dem nicht ganz von der Hand zu weisenden Vorwurf ausgesetzt, nicht für den Alltagsgebrauch geschaffen zu sein. Diese Abneigung hatte auch Bestand, als sich die alternative Verwendungsmöglichkeit als Regenschirm herumzusprechen begann: Vor allem Männer hielten es in jener Zeit für vollkommen undenkbar, mit einem derart modischen Schnickschnack herumzustolzieren. Weiterlesen

Regenschirme und die japanische Regenzeit

Auf Nummer sicher: Japaner schwören auf abschließbare Regenschirmständer

Während die „fünfte Jahreszeit“ hierzulande besonders in rheinischen Gebieten als Inbegriff des Frohsinns gilt, ist dieser Begriff in Japan deutlich negativer konnotiert. Kein Wunder: Schließlich wird im Land der aufgehenden Sonne dergestalt die Regenzeit bezeichnet, die alljährlich im Juni und Juli große Mengen an Niederschlägen mit sich bringt.

Regen Japan

„Erntezeit“ für japanische Regenschirmhändler

Dass sich jene zwei Monate nicht der größten Beliebtheit erfreuen, kann sicherlich niemanden überraschen; damit das öffentliche Leben in diesem Zeitraum aber nicht gänzlich zum Erliegen kommt, haben sich die Japaner allerdings längst den besonderen Gegebenheiten angepasst. Weiterlesen

Regenschirme und gesunder Menschenverstand

Ach, so geht das…

In einer sich immer komplexer gestaltenden Welt scheint die Sehnsucht nach Orientierung groß zu sein: Nicht von ungefähr nimmt die Ratgeber-Literatur in den Buchläden mittlerweile einen beachtlichen Teil der Ladenflächen in Beschlag. Folglich lässt sich kaum noch ein Thema finden, bei dem nicht irgendein Zeitgenosse mit mehr oder weniger erstaunlichem Expertenwissen protzt; selbst bei der Verrichtung alltäglichster Angelegenheiten wird dem „kleinen Mann von der Straße“ zunehmend mit hilfreichen Tipps unter die Arme gegriffen. Der Online-Ableger der englischen Daily Mail steuerte nun vor einigen Tagen eine ganz besondere Ratgeber-Perle bei, die endlich einmal über den ordnungsgemäßen Gebrauch von Regenschirmen aufklärt:
Nun könnte man als gedankenloser Laie vermuten, dass gerade die an Regenwetter gewöhnten Briten die korrekte Handhabung ihrer Schirme aus dem Effeff beherrschen. Die aus Seattle stammende „Benimm-Expertin“ Mary M. Mitchell musste jedoch bei einem kürzlichen Besuch in London bestürzt zur Kenntnis nehmen, dass es – möglicherweise aufgrund des häufigen Gebrauchs – an vielen Hauptstädtern mittlerweile eine unschöne Laissez-faire-Haltung im Umgang mit dem Regenschutz zu bemängeln gibt. Weiterlesen

Performance: Stockschirme und Industrieroboter

Rückblick CeBIT 2015

Auf dem spektakulären Messestand der Telekom auf der CeBIT 2015 sorgten mehr als 1000 magentafarbene Regenschirme und einige Industrieroboter für Begeisterung bei den Fachbesuchern.  Die meisten Werbeschirme bewegten sich – sorgfältig choreographiert und fantastisch beleuchtet – zur Musik auf und ab – während die 7 riesigen Roboter ein Regenschirm Ballett aufführten. Die Telekom zählte an ihrem Stand 100000 Messeteilnehmer, deren Verweildauer gegenüber 2014 um satte 28 Prozent auf im Schnitt 11 Minuten anstieg. Als Werbeartikel bzw. Werbegeschenke kamen u.a. Quietscheenten (ja, magentafarben) mit Logo zum Einsatz.